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Der Apostel Lukas ist der Schutzheilige der Buchbinder.
Er war ein griechischer Heidenchrist, der vermutlich in Antiochia (Syrien) geboren wurde und möglicherweise in Griechenland (Böotien)
starb.
Lukas ist der Verfasser des dritten Evangeliums und dessen Fortsetzung, der Apostelgeschichte, die von Paulus und Petrus berichtet.
Lukas ist der stilgewandtste der Evangelisten.
Er ist der Patron von Bologna, Padua und Reutlingen, der Ärzte, Maler, Notare, Chirurgen, Künstler, Buchbínder, Bildhauer, der Metzger
und des Viehs, der Sticker, Glasmaler; des Wetters und der christlichen Kunst.
Lukas gehört zu den beliebtesten Heiligen. Er war von Beruf Arzt und wirkte Mitte des 1. Jahrhunderts in seiner Geburtsstadt. Wie er zum
Christentum kam, ist nicht authentisch überliefert. 50/51 schloß er sich dem Apostel Paulus an, dem er dann für siebzehn Jahre ein treuer Begleiter wurde. Nach der Enthauptung Paulus’ im Jahr 67 in Rom
soll Lukas nach Achaia auf dem griechischen Peloponnes gegangen sein und dort auch sein Evangelium und die Apostelgeschichte geschrieben haben.
Schon seit dem frühen Mittelalter gibt es um Lukas zahlreiche Volkstumsbräuche. Unter anderem ließ man das Vieh Zettel mit
Segenssprüchen schlucken, die am Lukas-Tag (18. Oktober) geweiht waren, um so Seuchen und Unglück, MKS und BSE von Bauern und Tierren fernzuhalten. Der Lukas-Tag ist bei den Landwirten der Beginn der
Rübenernte.
Das sog. Lukas-Fest wird seit dem 9. Jahrhundert in Rom gefeiert. Dargestellt wird Lukas meist mit einem Stier, dem Symbol dieses
Evangelisten. Oft sieht man ihn auch ein Marienbild malend, was auf seine besondere Liebe zur Gottesmutter Maria und deren ausführliche Schilderung in seinem Evangelium zurückzuführen ist. Sein Sarkophag
mit den Reliquien ist in der Kirche San Giustina in Padua; ursprünglich waren die Gebeine in Konstantinopel beigesetzt worden.
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