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Fünftes Ries:      Einige Beispiele für Papierverwendung

Sechtes Ries:     Von der Buchbinderei

Fünftes Ries:                                                               Einige Beispiele für Papierverwendung

Israel 1979

An der Westmauer (»Klagemauer«) des im Jahr 70 von Titus zerstörten Tempels in Jerusalem schreiben fromme Juden ihre Wünsche auf Papier und stecken diese Wunschzettel in die Fugen.

Singapur 1983      Papier-Girlanden für das nächste Neujahrsfest

Spanien 1966

Kroatien 1992

                                           Schweiz 1994 Ein Papiervogel oder ein Vogel aus Papier

San Marino 1999

Mali 1996                        Kein Haus-, sondern ein Papierdrache

                             Thailand 1995 Hei, das macht Spaß an der deutschen Nordseeküste

Vietnam 1999

Niederländische Antillen 1999    Auch das kann man aus Papier machen

Vietnam 1990

Fächeln in Macau (1997)

Kanada 1989                        Die Welt im Karton, Kai aus der Kiste?

Schweden 1999

Schweiz 2000 Christbaumschmuck aus Papier (richtigen Weihnachtsbaumschmuck konnten sich nur die reicheren Bürger leisten)

Japan 1998

Papp- oder Papiermaché ist eine aus Papier bestehende Masse, aus welcher früher die chinesischen und japanischen Lackwaren hergestellt wurden. Papier wird mittels heißem Wasser in eine faserige Masse zerteilt, und man setzt Gips oder Ton hinzu. Diese Masse formt man mit der Hand oder gießt sie in Formen. Die erhärteten Gegenstände (Puppenköpfe oder Landschaften für den Märklin-Eisenbahnbau) werden mit Öl- oder Leimfarben grundiert und bemalt. Früher wurden aus Pappmaché Fässer, Eimer, Teller Körbe hergestellt.

Bundesrepublik Deutschland 1999 Emil steht auch hinter einer Säule)

Berlin 1979          Herr Litfass steht hinter seiner Säule

             Isle of Man 2000   Plakate für die Werbung

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Sechstes Ries:                                                              Von der Buchbinderei

Jugoslawien 1987

Der Apostel Lukas ist der Schutzheilige der Buchbinder.

Er war ein griechischer Heidenchrist, der vermutlich in Antiochia (Syrien) geboren wurde und möglicherweise in Griechenland (Böotien) starb.

Lukas ist der Verfasser des dritten Evangeliums und dessen Fortsetzung, der Apostelgeschichte, die von Paulus und Petrus berichtet. Lukas ist der stilgewandtste der Evangelisten.

Er ist der Patron von Bologna, Padua und Reutlingen, der Ärzte, Maler, Notare, Chirurgen, Künstler, Buchbínder, Bildhauer, der Metzger und des Viehs, der Sticker, Glasmaler; des Wetters und der christlichen Kunst.

Lukas gehört zu den beliebtesten Heiligen. Er war von Beruf Arzt und wirkte Mitte des 1. Jahrhunderts in seiner Geburtsstadt. Wie er zum Christentum kam, ist nicht authentisch überliefert. 50/51 schloß er sich dem Apostel Paulus an, dem er dann für siebzehn Jahre ein treuer Begleiter wurde. Nach der Enthauptung Paulus’ im Jahr 67 in Rom soll Lukas nach Achaia auf dem griechischen Peloponnes gegangen sein und dort auch sein Evangelium und die Apostelgeschichte geschrieben haben.

Schon seit dem frühen Mittelalter gibt es um Lukas zahlreiche Volkstumsbräuche. Unter anderem ließ man das Vieh Zettel mit Segenssprüchen schlucken, die am Lukas-Tag (18. Oktober) geweiht waren, um so Seuchen und Unglück, MKS und BSE von Bauern und Tierren fernzuhalten. Der Lukas-Tag ist bei den Landwirten der Beginn der Rübenernte.

Das sog. Lukas-Fest wird seit dem 9. Jahrhundert in Rom gefeiert. Dargestellt wird Lukas meist mit einem Stier, dem Symbol dieses Evangelisten. Oft sieht man ihn auch ein Marienbild malend, was auf seine besondere Liebe zur Gottesmutter Maria und deren ausführliche Schilderung in seinem Evangelium zurückzuführen ist. Sein Sarkophag mit den Reliquien ist in der Kirche San Giustina in Padua; ursprünglich waren die Gebeine in Konstantinopel beigesetzt worden.

Schnureinband

Schriftrolle aus Papier

Republik China (Taiwan – und noch früher Formosa) 1992                     Chinesische Buchbindekunst

Falteneinband

Der Buchdruckergeselle Henß sagte 1792 zu seinem Bruder Adam, der Schneider werden wollte, weil diese immer so hübsch gekleidet gingen, »Nein, das ist nichts für dich, ... werde ein Buchbinder, da hast du immer Bücher an den Händen und kannst lesen.«

Bundesrepublik 1983      Eine Buchbinderin

Frankreich 1981 Prägepresse für den Bucheinband

Die französische Briefmarke zeigt eine alte Präge-Presse, die mit einem horizontal angeordneten Masse-Schwungrad ausgestattet ist. Solche Vorrichtungen sind für die Herstellung von Lederprägungen für die Deckel der Bucheinbände konzipiert. Bei der Arbeit wird die kinetische Energie des in Drehung versetzten Schwungrades auf eine Prägeplatte übertragen, die dann ihrerseits die Einprägungen in den eingelegten Buchdeckel bewirkt. Der Buchbinder im Markenbild hält in seiner rechten Hand ein fertig gebundenes Buch, dessen Einbanddeckel ein mit geometrischen Elementen gestaltetes Dekor aufweist. Dekors und auch Textzeilen können mit der abgebildeten Presse hergestellt werden.

Kanada 1999              Hände eines Buchbinders

Äthiopien 1989                 Ein gebundenes Pergamentbuch

Frankreich 1954 zum Zeichen von Verlagswesen und Buchbinderei (im Hintergrund die Kuppel der Académie française)

Guernsey 1993                              Falzmaschine für Briefumschläge – entwickelt von Thomas de la Rue

Karl Marx:

»In der modernen Manufaktur von Briefkuverts faltete ein Arbeiter das Papier mit dem Falzbein, ein anderer legte den Gummi auf, ein dritter schlug die Klappe um, auf welche die Devise aufgedrückt wird, ein vierter bossierte die devise usw., und bei jeder dieser Teiloperationen mußte jede einzelne Enveloppe die Hände wechseln. Eine einzige Enveloppemaschine verrichtet alle diese Operationen mit ein Schlag und macht 3.000 und mehr Enveloppes in einer Stunde. Eine auf der Londoner Industrieausstellung von 1862 ausgestellte amerikanische Maschine zur Bereitung von Papiertüten schneidet das Paper, kleistert, faltet und vollendete 300 Stück per Minute. Der innerhalb der Manufaktur geteilte und in einer Reihenfolge ausgeführte Gesamtprozeß wird hier von einer Arbeitsmaschine vollbracht, die durch Kombination verschiedener Werkzeuge wirkt.«

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