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In einem alten Fachbuch steht geschrieben:
Schnellpressen sind die mit Zylinder arbeitenden für den Druck zurechtgeschnittener papierbogen eingerichteten Druckpressen genannt.
Das Prinzip der von Koenig erfundenen Schnellpresse liegt darin, daß ein Druckzylinder den Papierbogen gegen die sich unter hin und her auf einem
Fundamentschlitten bewegenden Druckform preßt, so daß er die Druckfarbe abnehmen kann. Der Papierbogen wird von dem Papierstapel auf den Anlegetisch gezogen und bis an die Anlegemarken geführt, die die richtige
Stellung des Druckes auf dem Papier gewährleisten. Der Druckzylinder ist mit Greifern ausgerüstet, die den Papierbogen festhalten, sobald sich der Druckzylinder zu drehen beginnt. Nach dem Druck geben die
Greifer den Bogen frei, so daß er ausgelegt werden kann und zwar mit der Druckseite nach oben. Vor dem Druck ist die Druckform von dem Farbwerk eingefärbt worden. Die Druckform befindet sich auf dem Schlitten, der
unter den Zylinder hin- und hergeführt wird. Nur bei der Vorwärtsbewegung wird gedruckt, beim Rücktransport wird der Druckzylinder etwas angehoben. Diese Art von Schnell- oder Zylinderpressen wurde auch
Stoppzylinder-Schnellpresse genannt. Eine Weiterentwicklung waren die Schnellpressen, die auch beim Rücktransport des Schlittens druckten (Zweitourenmaschine). Bei den alten Schnellpressen wurden die Papierbogen
mit Hand angelegt, was heute aus der Mode gekommen ist und durch Sauggreifer ersetzt ist. Auch gute Anlegerinnen, es waren zumeist Frauen, wurden nur nach der sog. Leichtlohngruppe bezahlt.
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