Konstruktionen
Druckmaschinen

 

Über die alten Kniehebelpressen steht im Fachbuch:

 

Die ganz aus Holz bestehende Handpresse ist seitlich eingeschlossen durch zwei Wangen, senkrecht errichtete Holzwände, die vielfach bis zur Decke reichen, und durch Querbalken verbunden sind. Im oberen ist das Muttergewinde für die hölzerne Schraubenspindel angebracht, die durch einen an ihr befestigten Stab, dem Preßbengel, gedreht wird. Dadurch wird der Tiegel nach unten bewegt, was den erforder­lichen Druck auf die auf dem unteren Quer­balken ruhende Druckform bewirkt. Der Karren, in dem diese liegt, kann durch Drehung einer an der Handpresse angebrachten Kurbel ein- und ausgefahren werden.

Wenn die Form draußen ist, wird sie durch Beihilfe eines Reiberballens eingeschwärzt und auf sie, von dem am Karren schräg anliegenden Rähmchen aus, der Papier­bogen auf­gelegt. Zur Bedienung der Handpresse sind zwei Männer erforderlich.

Türkisch Zypern 1989

Bhutan 1975

Belgien 1973

Kolumbien 1946

Bermuda 1984

Ungarn 1940

Chile 1982

Chile 1977

Uruguay 1966

Uruguay 1991

Bulgarien 1955

USA 1993

USA 1973

Kuba 1956

USA 1939

USA 1975

Grenada 1989

Redonda 1976

Philippinen 1983

Philippinen 2000

Bundesrepublik Deutschland 1961

Finnland 1942

Großbritannien 1976

Ungarn 1973

Ungarn 1987

Weißrußland 1997

Sowjetunion 1934

Ungarn 1939

Türkei 1979

Ungarn 1948

Dänemark 1982

USA 1952

San Marino 1943

Costa Rica 1985

USA 1958

Österreich 1964

Schweden 1961

Kroatien 1984

Senegal 1997

Polen 1970

Antigua & Barbuda 1989

Belgien 1988

Tonga 1983

Dahomey 1988

Mazedonien 2000

Rumänien 2000

Albanien 1997

Antigua 1992

Bulgarien 1940

Moldawien 1996

Argentinien 1950

 

Der Anfang allen Pressens: Die Weinpresse

1436 zahlt Johannes Gutenberg dem Straßburger Hans Dünne einhundert Gulden für einen Auftrag, der mit dem »trucken« zu tun hat, mit einem Vorgang, der nach dem damaligen Sprachgebrauch dem »Pressen« oder »Prägen« von Metall diente. Gutenberg ließ spätestens 1438 von dem »Kistner« Conrat Saspach eine Presse herstellen. Gutenberg wollte mit dieser Presse und der finanziellen Unterstützung der Brüder Dritzehen sog. Spiegel für die bevorstehende Wallfahrt nach Aachen herstellen, in der alle sieben Jahre »ein Gewand der allerseligsten Jungfrau von gelblich-weißer Baumwolle« und »die Windeln des Jesuskindes von dunkelgelbem Wollzeuge« als sog. Fernzeigung präsentiert wurden. Da die Gläubigen aufgrund des Massenandrangs nicht mehr in die Nähe der Reliquien kamen, versuchten sie, die »strahlenden« Wunderwirkungen durch handtellergroße Spiegel aufzufangen und somit das Heil und die Gnade mit nach Hause nehmen. Gutenberg wollte an diesem Geschäft teilnehmen, in dem er die Herstellung dieser an der Kutte oder an der Mütze befestigten Spiegel mechanisierte; diese Spiegel wurden zumeist in steinerne Gußformen geschnitten und mit einer Legierung aus Blei und Zinn ausgegossen. In solcherart verfertigten Pilgerzeichen war eine kreisrunde Halterung freigelassen, in welchem am Ende ein kleines Spiegelchen eingesetzt wurde. Gutenberg muß ein Verfahren entwickelt haben, das im Prinzip auf einer Presse und verschiedenen Druckformen beruhte. So konnte Dritzehen verhältnismäßig schnell Legierungen aus Blei und Zinn zu jenem gitterartigen Pilgerabzeichen prägen, in welche anschließend nur noch der Spiegel eingesetzt werden mußte. Aus Mainz kannte Gutenberg das Bedürfnis der durchziehenden Pilger, aus Eltville (wo die Familie einen Hof hatte) die Weinpresse.                   nach oben

 

In Asien entwickelten sich (nicht nur für das Bedrucken von Textilien) Druckverfahren, mit denen man von in Holz geschnitzten Buchstaben/Zeichen und Ornamenten »Abzüge« herstellen konnte. Die Druckfarbe wurde mit einer Walze auf die Druckform aufgetragen, dann wurde Papier oder anderer »Beschreibstoff« aufgelegt und mittels einer Walze gegen die eingefärbte Form gedrückt. Die Ursprünge der Batik-Druckerei und der Holz-Modell sind uralt und über den ganzen indisch-indonesischen Teil Asiens verstreut. Indische Baumwolle gelangte im Austausch mit Gewürzen nach Indonesien und ist dort verarbeitet worden. Es gibt tausende von Motiven, die in unterschiedlichen landesspezifischen Stilen auftreten.

Mit den Holzmodels wurden – wie vor der Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern in Europa – Blockbücher hergestellt. Das sind Werke, bei denen das Bild dominiert und der Text nur eine Ergänzung bildet. In Europa ist zumindest in der Mitte des 15. Jahrhunderts der Text vielfach ergänzend handschriftlich hinzugefügt. In Asien (schon immer niedrigere Lohn­kosten) sind jedoch auch umfangreiche Werke als Block­bücher gedruckt wurden.

 

Auf der hier abgebildeten Handpresse von Dirk Martens (siehe unter: And. Bucharbeiter) kann man das Baujahr lesen. Hier ist deutlich erkennbar die Jahreszahl 1472. Dirk Martens führte das übliche unstete Wanderleben; er arbeitete unter anderem in Venedig, eine der frühen und sehr bedeutsamen Druckerstädte, und in Spanien. 1487 war er nachweislich in Aalst und arbeitete anschließend in Antwerpen und Löwen, um dann wieder nach Amsterdam zurückzukehren und dort die prächtigsten Werke zu drucken. Dirk Martens druckte die erste Ausgabe des »Lob der Torheit« von Erasmus von Rotterdam. Auf der Briefmarke zeigt sich Dirk Martens am Setzkasten.                           nach oben

  

Abgebildet ist eine alte Handpresse und General Antonio Nariño (1765–1823). Der General Redakteur und Freiheitskämpfer (gegen Spanien), Senator, Präsident des Staates Cundinamarca und danach Vizepräsident und Staatspräsident von Kolumbien. Der 4. Pan-Amerikanischer Drucker-Kongreß in Bogota war Anlaß für die Ausgabe dieser Briefmarke.                                       nach oben

 

Ob diese Presse für 450 englische Pfund auf die Bermuda-Inseln verkauft wurde oder ob es ein anderer Pressentyp war, sicher ist, daß 1782 das Parlament auf Bermuda eine Druckerpresse in der Hauptstadt St. Georg genehmigte. 1784 begann man hier auch ein Wochenblatt zu drucken. Der erste Drucker war Joseph Stockdale , ein vielseitiger Mann.

  

 

Abgebildet ist auf der ungarischen Briefmarke der »Corvina Codex« aus der Bibliothek König Matthias Corvinus von Ungarn.

Aufgeschlagen ist eine Seite mit einer Druckpresse und der Jahreszahl 1473. Der »Corvina Codex« ist eines der berühmtesten Werke aus der Bibliothek. König Matthias liebte Handschriften und hielt nicht so viel von der Druckkunst; er ließ manchmal gedruckte Schriften abschreiben, bevor er sie in seine Bibliothek stellte.                                  nach oben

 

Eine stilisierte Handpresse und die Wiedergabe der Titelseite der ersten Ausgabe der Zeitung »El Sur«.

 

 

 

 

1827 wurde in Valparaiso die erste chilenische Handelszeitung mit dem Titel »El Mercurio de Valparaiso« gegründet. Abgebildet ist die Titelseite der ersten Ausgabe und eine Handpresse aus jener Zeit.       nach oben

 

 

In einem Haus in Montevideo befindet sich die Nationaldruckerei von Uruguay. Bei seiner Gründung im Jahr 1916 wurde aber nicht mehr mit der hier abgebildeten Presse gearbeitet. Die Maschine besitzt zwei stabile Pfosten, oben verbunden mit einer Spitze, durch die die mit dem Tiegel verbundene Schraube läuft.                                   nach oben

 

 

Am Rande unseres Sonnensystems kreist eine hölzerne Druckpresse und weist auf die Bedeutung der »Educacion« hin. Gedruckt ist diese Marke 1990, im Briefmarkenhandel und auf die Briefumschläge gelangt sie erst ein Jahr später.

 

 

Die heiligen Brüder Kyrillus und Methodius, die um das Jahr 1100 lebten und die Slawen missionierten, sollen das glagolithische Alphabet entwickelt haben; Es ist nämlich denkbar, daß der heilige Clemens von Velica diese Schrift erfunden und Kyrillos zu Ehren so genannt hat. Die damaligen Lettern, geschnitten und gegossen nach die­sem Alphabet, sind auf der Briefmarke ab­gebildet. Die Schrift ist der griechischen Majuskelschrift entlehnt und für slawische Laute wurden zusätzliche Buchstaben er­funden; Die Schrift kennt Kürzungen, aber keine Ligaturen.

Der Drucker bedient eine alte hölzerne Handpresse. Diese Briefmarke soll die Situation darstellen, wie der Drucker den ersten Abzug eines mit diesem Alphabet gedruckten Schriftstücks prüft. Der erste Drucker, der mit kyrillischen Buchstaben druckt, ist Sweitpolt Fiol aus Neustadt an der Aisch, ein gelernter Seidensticker, der mit von Rudolf Borschorft geschnittenen und ge­gossenen Buchstaben in Krakau vier kirchliche Bücher druckt, 1491 als Ketzer angeklagt wird und deshalb das Drucken wieder einstellt.                                                              nach oben

 

Zwei Drucker auf einer Briefmarke: Benjamin Franklin (siehe unter: Andere Bucharbeiter) und der Reiter im Hintergrund müßte Paul Revere (siehe unter: And. Bucharbeiter) bei seinem tollkühnen Ritt sein. Der helle Schein hinter Franklin ist ein verrutschter Heiligenschein.        nach oben

 

 

Patrioten an die Presse. Aus der Sicht des Gewinners der Auseinandersetzungen zwischen England und seiner amerikanischen Kolonie. Aufständische Kolonisten fertigen Flugblätter gegen die Krone. Die abgebildete Maschine entspricht der Franklin-Presse.

Welches Tribunal, heißt es in den »Federalist Papers«, die die Debatte um die US-Verfassung entscheidend prägten und verfassungsrechtliche Dokumente von hohem Rang sind, sei besser geeignet, ein Impeachment-Verfahren zu führen, als der Senat, denn dieser sei mit mehr Würde ausgestattet und unabhängiger. Allein der Senat sei fähig, Recht zu finden bei der Anklage des Repräsentantenhauses gegen einen Präsidenten, bei der Anklage des William Jefferson Clinton durch den aufrechten Kenneth Starr wegen der Praktikantin Monica Lewinsky. Doch der Senat zeigte in diesem Verfahren keine Würde.                  nach oben

 

Benjamin Franklin und seine wissenschaftliche und politische Karriere: Mit dem aufgestiegenen Drachen (deshalb eine Luftpostbriefmarke) werden seine Forschungen auf dem Gebiet der Elektrizität gewürdigt Die von ihm konstruierte Druckmaschine erinnert an seine Tätigkeit als Buchdrucker und Journalist und symbolisiert zugleich sein Eintreten für die Meinungsfreiheit

Die Glocke symbolisiert die Freiheit von Unterdrückung (und ursprünglich das sog. Kirchenasyl: Quasimodi rettete bekanntlich Gina L. vom Scheiterhaufen und gewährte ihr im Glockenturmstübchen Unterkunft aber keine Ohrenschützer)                                               nach oben

 

Zur Druckgeschichte in Nordamerika. Im Juni 1638 verließ Pastor Jose Glover (geboren 1598) aus Sutton in Surrey zusammen mit seiner Tochter und zwei Söhnen (seine vorher verstorbene Frau war die Tochter eines wohlhabenden Londoner Geschäftsmannes) an Bord des Seglers »John of London« England in Richtung Nord­amerika. Zur gleichen Zeit verließen etwa eintausend Puritaner aufgrund der Unterdrückung durch König Charles I. (auf Veranlassung von Erzbischof Laud von den Anglikanern) England. Im Reisegepäck führte er eine Druckerpresse, Lettern und Papier mit. Er wollte in Massachusetts religiöse Schriften drucken und mithelfen, die Indianer zum rechten Glauben zu bekehren. Im Oktober 1638 wird die erste Druckpresse aufgestellt. Die ersten Druckerzeugnisse sind ein Almanach (gedruckt von Matthew Daye) für Neu-England (von William Pierce) und der »Freeman’s oath« (Erklärung bei der Verleihung der amerikanischen Bürgerschaft). Als drittes folgte ein Psalmenbuch.

In der Begleitung von Grover waren der Schmied Stephen Day, dessen Ehefrau Rebecca, deren zwei Söhne Matthew und Stephen sowie ein Stiefsohn. Sie alle hatten sich vertraglich verpflichtet, Glover für die Dauer von zwei Jahren beim Aufbau der Druckerei zu helfen. Day, war um 1594 in London geboren, sein Sohn Matthew war Druckerlehrling. Pastor Glover starb während der Überfahrt. Seine Witwe kaufte nach der Ankunft in Amerika in Cambridge, Massachusetts, für sich und auch für die Familie Day je ein Haus in der Nähe des im Jahre 1636 gegründeten Harvard College. Dort wurde die Druckerei eingerichtet und schon im Januar 1639 erschien das erste Druckerzeugnis »The Freeman’s Oath«. Bis 1649 konnten zweiundzwanzig verschiedene Druckwerke von Hay fertiggestellt werden, von denen neun erhalten geblieben sind. Day konnte kaum lesen, aber er verstand es ausgezeichnet, mit der Druckpresse umzugehen. Satz- und Druckarbeiten wurden von seinen Söhnen Matthew und Stephen erledigt. Stephen Day starb am 22.Dezember 1668.

1649 bis 1652 führte Samuel Green die Druckerei; im selben Jahr wird »A platform of Church discipline« von Green gedruckt. Nur wenige Monate im Jahr 1775 bestand in Cambridge noch einmal eine Druckerei, da die Universität zumeist in Boston drucken ließ.

Die Druckpresse von Pastor Glover steht heute im Museum der Harvard Universität.                                                           nach oben

  

»Freiheit hängt von der Pressefreiheit ab.« Und: »Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 Personen, ihre Meinung zu drucken.« Eine alte Handpresse symbolisiert 1975 diese Philosophie

Zum Zeitungswesen in den USA. Der Drucker von Germantown veröffentlichte das erste religiöse Blatt – das »Geistliche Magazin«.

Der deutsche Christoph Saur schrieb, setzte und druckte selbst diese deutsch­sprachige Zeitung, wobei er sich strengster Gewissenhaftigkeit in der Berichterstattung befleißigte. 1751 hatte das Blatt bereits eine Auflage von 4000 Stück – eine für damalige Verhältnisse bemerkenswerte Leistung. Immerhin erschienen damals in Nordamerika überhaupt nur rund fünf Zeitungen. Der Bezugspreis war sehr niedrig, er betrug nur 3 Schilling im Jahr, und dieser Preis blieb bestehen, als die Zeitung später wöchent­lich statt viermal im Jahr erschien. Obwohl jedoch die Bezugsgebühr wirklich niedrig war, blieben viele Leser sie schuldig, manche 13 Jahre lang. Leitartikel brachte der »Geschicht-Schreiber« nicht, wohl aber äußerten sich angesehene Bürger zu öffentlichen Angelegenheiten. Selbstverständlich nahmen Einwanderungsfragen einen breiten Raum ein. Als Nachrichtenquelle für die Geschehnisse in Europa dienten vorwiegend aus England stammende Wochenblätter. In Anbetracht der langen Beförderungsdauer waren die »Neuigkeiten« oft fünf bis sechs Monate alt.

Saur war ein wahrhaft unternehmungsfreudiger Mann. Im Verlauf des fünfzigjährigen Bestehens seiner Firma wurden nicht weniger als 150 Bücher verlegt und gedruckt. Darunter befanden sich eine Biographie Friedrichs des Großen, ferner englische und deutsche Gramma­ti­ken, Pennsylvanische Geschicht-Schreiber und politische und religiöse Schriften.

Seine Luther-Bibel, 1743 gedruckt, ist ein Meisterwerk. Sie hieß: »Die erste Ausgabe der Schrift auf dem westlichen Continente in einer europäischen Sprache«, war also die erste aller in Nord­amerika gedruckten Bibeln.

Er gliederte seinem Unternehmen eine vorbildlich arbeitende Buchbinderei an. Er stellte selbst Druckerschwärze fabrikmäßig her. Er gründete Papiermühlen. Er errichtete die erste aller Schriftgießereien des Kontinentes, ja, er soll sogar eiserne Öfen fabriziert haben.

Wohl ist später das pennsylvanische Deutschtum stark zusammengeschmolzen, wohl lief New York als Hauptstützpunkt des deutschen Buchhandels Germantown mit der Zeit den Rang ab, wohl brach Saurs – inzwischen von dessen Sohn übernommenes Unternehmen infolge der Revolutionswirren 1778 zusammen, aber der Ruhm des unternehmenden Mannes aus Westfalen blieb ungemindert. Mit Recht darf man wohl sagen, daß er die deutschsprachige Presse der Vereinigten Staaten begründet hat.                                             nach oben

 

Anläßlich der »World Stamp Expo 90« in Washington wird Benjamin Franklin als Comic-Figur von Disney an der Handpresse dargestellt. Man beachte, Die Plattform, auf der die Satz-/Druckform liegt: drei Holzbohlen. Dann: Die Druckform muß händisch unter die Presse geschoben werden – kein Wunder, daß Franklin bei solcher Technik (und der entsprechenden Druckqualität) in die Politik gegangen ist und sich lieber Sporteln hat zahlen lassen.                                   nach oben

 

Hier wohnen keine Menschen. Auf der Insel Redonda, zu Antigua und Barbuda gehörend, wohnen nicht einmal Möwen und hinterlassen ihre Spuren, nicht einmal Vogeldreck ist hier zu holen. Die Briefmarke ist im Michel aufgeführt (indirekt) und ist daher ein echter Frankaturwert. Im Internet findet man Interessantes auch über das Königreich Redonda.

 

1690 nehmen die Dominikaner eine hölzerne Druckerpresse auf die von den Spaniern 1521 den islamischen Sultanaten abgenommenen Inseln (der Name Philippinen ist zu »Ehren« von König Felipe II. gewählt) und stellen sie in Binodo bei Manila auf. Gedruckt wird zur Preisung und zum Ruhm Gottes die »Doctrina christina«, denn das Christentum ist neben den überlegenen Feuerwaffen eine (die) feste Burg gegen die andersgläubigen Einheimischen. Nachdem die islamischen Sultanate endgültig besiegt waren, gründen die Spanier 1571 die Hauptstadt Manila, die bald zu einem wichtigen Handelszentrum ausgebaut wurde. Religiöse Härte, Zwangsbekehrungen, Mißwirtschaft und Unterdrückung der ein­heimischen Bevölkerung führten 1896 zu einer Revolution unter dem Freiheitskämpfer Andres Bonifacio.

1593 beginnt auf dieser Presse der Druck einer Zeitung, die bis 1983 dann auch hierauf gedruckt wurde. Weil auf dieser Druckpresse jedoch vorwiegend Werke hergestellt wurden, die das Heil verkündigen, hat dieses Werkzeug alle Stürme und Brände wundersam überlebt und steht heute in der Universität des Heiligen Thomas.                             nach oben

 

Mit zwei Tampons gleichzeitig gearbeitet und eingefärbt? Damals hatte man noch Zeit und mußte nicht im Akkord arbeiten, damals kam es vielmehr darauf an, die Druckwerke möglichst eng an die geschriebenen Texte der Klöster anzupassen und dazu gehörte ebend auch die sorgfältige Farbauftragung. Bei den Frühdrucken findet man Spuren von Stiften, die das Papier festhielten und so ein genaues Registerhalten ermöglichten. Sie waren in größerer Anzahl an allen vier Rändern des Satzspiegels (Außenstege) angebracht; später wanderten die Stifte in den Bundsteg und wurden beim Binden verdeckt. Noch später wurde bei Abzügen auf der Handpresse, bei der eine genaue Einpassung erforderlich war, mittels Regletten (für ­Unkundige sagt der Duden: Bleistreifen für den Zeilendurchschuß) und/oder Quadraten Acht-Cicero-Stege hochkant gestellt, das Papier daran sorgfältig angelegt, dann die Stege entfernt, ge­kurbelt und schließlich gepreßt.

Die Bibel wurde hiernach 1454 gedruckt. Die Freiheit der Kunst des deutschen Briefmarkengestalters sollte im übrigen da aufhören, wo die historische Glaubwürdigkeit anfängt.                         nach oben

 

Sorgsam nimmt der Drucker des 17. Jahrhunderts das Blatt Papier (Pergament?) nach dem Druck von der Form ab – und stößt sich den Kopf! Keine andere Handpresse hat den Hebel in der »Ruhe«-Stellung in dieser Position, was dafür spricht, daß der Markengestalter noch nie eine solche Maschine sah. Links der Setzkasten mit den wenigen Fächern, rechts vorn das wertvolle Papier auf dem Lehmboden liegend. Nicht nur die Sprache ist »un-europäisch«, auch die Buchdrucker arbeiten anders. Die erste Buchdruckerei in Finnland wurde 1642. zum Bedarf der Turkuer Akademie gegründet. Das erste in Finnland gedruckte Buch erschien im selben Jahr: Es war die auf Latein geschriebene Dissertation »Discursus politicus de prudentia«

 

1476 kommt die erste Druckmaschine nach England. William Caxton (siehe unter: And. Bucharbeiter), der in Brügge die englische Kaufmannschaft vertrat und als Übersetzer für die englische (aus Frankreich stammende) Königin tätig war, darf mit huldvoller Unterstützung in Westminster eine Presse aufstellen. Bis zu seinem Tod (1491) stellt er ungefähr einhundert verschiedene Drucksachen her, von denen die meisten auch von ihm getextet wurden.                              nach oben

 

Ein alter Holzschnitt bildet die Vorlage für die hier abgebildete Druckpresse. Der Holzschnitt stammt aus dem »Orbis pictus« von Johann Amos Comenius. (siehe unter: And. Bucharbeiter)

Es ist denkbar, daß die beiden abgebildeten Drucker seine beiden tschechischen Landsleute Jan Pav­kovsky und Jan Theophil Kopidlansky dar­stellen sollen, mit denen Comenius mehrere Jahre lang in Amsterdam eine Druckerei betrieb.

Pfingsten 1473 erschien in Buda die »Chronica Hungarorum«, die Chronik von Buda. Der Buchdrucker nennt sich in der Schlußschrift (Kolophon) Andreas Hess. Die »Chronica Hungarorum« besteht aus 67 unnumerierten Blättern in Oktav­format. Sie besitzt (wie bei Inkunabeln üblich) kein Titelblatt, und der Text beginnt mit dem Empfehlungsbrief von A. Hess an den »ehrwürdigen Herrn László«, der mit dem Propst László Karai identisch sein muß. Auf jeder Seite sind dreiunddreißig Zeilen, die Stellen der Initialen sind leer, damit der Käufer des Buches für die einfacheren oder verzierten Anfangsbuchstaben nach Belieben sorgen könne. Die Schrift ist einer römischen Antiqua nachgebildet.

Aus dem Vorwort von »Chronica Hungarorum« sowie den druckgeschichtlichen Forschungen ist bekannt, daß Andreas Hess der Einladung von László Karai, dem Propst in Buda, Vizekanzler des Königs Matthias folgend, aus Rom nach Ungarn kam. In jener Zeit hielt sich László Karai anläßlich einer diplomatischen Mission am Hofe des Papstes auf, und so hat er Andreas Hess, der sich das Gewerbe in der Druckerei von Georgius Lauer aneignete (möglicherweise im Kloster St. Eusebius), kennengelernt. Es ist ein Verdienst von László Karai, dem Propst aus Buda, daß er die epochemachende Bedeutung der Buchdruckerei erkannt und sie in einer Zeit ein­geführt hat, in der sie in den meisten Ländern Europas noch unbekannt war. Da die Druckerei von Hess bzw. Karai 1479 nicht mehr bestand, mußte König Matthias die Ritualbücher der Diözesen im Ausland drucken lassen.                                       nach oben

 

Eine Druckerei des 17. Jahrhunderts mit zwei Druckern wird hier abgebildet, um das 125jährige Bestehen des »Typographischen Fachverbandes« anzuzeigen. Der Holzschnitt des Holländers Abraham van Weerdt zeigt keine ungarische Druckerei. Für den Betrachter ist die Offizin – wie damals üblich – vereinfacht dargestellt: Das Satzregal (links) hatte wohl mehr Setzkästen, kein Drucker der damaligen Zeit wird mit dem Rücken zum Fensterlicht gearbeitet haben, Tische und Bänke (auf dem das Papier liegt) waren stabiler und nicht so zierlich wie in der guten Stube.

 

Alle Druckausgaben Skorinas (siehe unter: And. Bucharbeiter) tragen seinen Namen, den Druckort und das Jahr der Verfertigung. Seine Arbeit zeigte die hohe typographische Qualität des Meisters. Vielfach nutzte Skorina als Schmuckelement weiß­russischen Ornamente und verschiedene Szenen aus der Bibel.                           nach oben

 

Eine kleine (alte) Handpresse neben einer großen (eisernen) Rotation, was die Entwicklung in der grafischen Industrie aufzeigt. An der Handpresse ein Drucker beim Heranziehen des Preßbengels, im Vordergrund das Denkmal von Iwan Fjoderew (siehe unter: And. Bucharbeiter) in Moskau, der in jenem Jahr 350 Jahre tot war. Die Marke erschien 1934, ein Jahr nach dem Jubiläum – ein frühes Zeichen stalinistischer Fälschungen?

Das Denkmal Iwan Fjoderews steht bei dem »Prospekt Marksa«, einige hundert Meter vom Roten Turm entfernt. Er ist barhäuptig, mit einem Stirnband sowie einem Bart à la Gutenberg dargestellt.

Die Statue wurde von S. Valnuchin geschaffen und 1909 aufgestellt. Auf dem Sockel steht der Name des Buchdruckers und das Datum 19. April 1563 (Beginn des Druckes von »Apostol«). Zwischen der Jahreszahl und dem Datum befindet sich sein Druckerzeichen. Auf der Rückseite des Sockels steht Fjoderews Leitspruch: »Für meine Brüder und für meine Nächsten«.                                                       nach oben

 

Kaspar Károli vor einer hölzernen Druckpresse Káspar Károli war ein ungarisch reformierter Theologe,geboren in Nagykaroly, studierte u.a. in Deutschland und der Schweiz. Um 1562 wahrscheinlich wurde er Prediger in Szatmár, seit 1563 Pastor in Gönc, bald auch Senior des Kaschau-Tales, 1584–1587 in Tállya, dann wieder in Gönc. Károli führte zähe Kämpfe gegen die Unitarier nicht nur in Oberungarn, wo er zur Befestigung der reformierten Kirche wesentlich beitrug, sondern als Kampfgenosse von Melius auch in Siebenbürgen. Károlsi Lebenswerk war die erste vollständige ungarische Bibelübersetzung (1590), die zur Bibel des gesamten ungarischen Protestantismus wurde. 

Káspar Károlis kleine Schrift »Zwei Bücher von den Ursachen des Glücks und Unglücks aller Länder und Könige...« (1563) gehört zur ungarisch-protestatischen Theodizee-Literatur und zeigt enge Beziehungen zur Wittenberger Geschichtstheologie und Eschatologie.                                   nach oben

   

Neben der Presse von Ibrahim Müteferriká (1674–1775) (siehe unter: And. Bucharbeiter) ist eine moderne Druckmaschine abgebildet.

 

 

 

Eine der ungarischen Varianten von János Ünnepélye. Neben der alten Handpresse steht eine Rotationsmaschine. Dieser Gutenberg erschien in einer Serie von zwanzig Marken, auf denen berühmte Erfinder und Entdecker abgebildet sind. Auf dieser ungarischen Briefmarke lebte Gutenberg von 1393 bis 1468.                                 nach oben

 

Zum Buchdruck in Dänemark.

Carl Gonnow, Bischof von Fyn, ließ 1482 das erste Buch von Johann Snell in Odense auf Fünen drucken. Mehr als eintausend Seiten umfaßte das »Brevarium Otteniense« – ein gewaltiges Werk. Jedes Blatt ein­zeln eingefärbt, Schutzab­deckung aufgelegt, den Schlitten gefahren, den Preßhebel gedrückt, den Schlitten zurück gekurbelt, die Abdeckung wieder hochgeklappt, mit spitzen Fingern und ruhiger Hand das bedruckte Blatt Papier abgenommen, am Reep aufgehangen, ein Schluck Würz-Bier zu sich genommen, die Tampons mit Farbe versehen, die Lettern zwei­farbig eingefärbt.

Johann Snell aus dem niedersächsischen Einbeck, gestorben 1519 in Lübeck, druckte von 1480 bis 1481 in Lübeck, 1481 in Rostock, 1482 in Oden­se und Lübeck, 1483 in Stockholm, wobei seine Aufenthalte in Odense oder Rostock nur von kurzer Dauer wa­ren – sein Wohnsitz blieb immer Lübeck.                                                      nach oben

 

500. Jahrestag des Drucks der ersten Bibel. Gutenberg bietet den ersten Korrekturbogen der von ihm gedruckten Bibel dem Erzbischof von Mainz, Graf Adolf II. von Nassau, an.

Das Bild auf der Briefmarke gibt ein Wandgemälde wieder, das sich in der New York Public Library befindet. Der Künstler Edward Laning schuf 1940 eine Gruppe von vier Wandbildern unter dem Titel »Die Geschichte des aufgezeichneten Wortes«.

Das Bild stellt Gutenberg dar, der dem Kurfürsten Adolf II. von Nassau eine gedruckte Bibelseite zeigt; Laning hat hierbei ein Bild von Thevet zugrundegelegt, den Meister jedoch jünger, kraftvoller gezeichnet. Für die abgebildete Bibelseite nahm er das in der Public Library befindliche Exemplar der B42 als Vorlage. Laning schuf sein Bild mit sehr großer Detailgenauigkeit (die Typen im Rahmen sind z.B. spiegelbildlich exakt dargestellt).

  

Auf dieser Handpresse wurde nicht »Il Popolo Sammarino« gedruckt. Das Volk von San Marino findet neben der Druckmaschine die Rutenbündel nebst Streitaxt, das Kennzeichen des faschistischen Italiens und der faschistischen Partei der »selbständigen« Republik, die die Vorteile der Europäischen Union genießt, aber die »cavaliere« der Republik zahlen nichts in die Brüsseler Kassen.                nach oben

 

 Â»Die Meinungsfreiheit ist das Fundament der Demokratie.« Symbol hierfür: Eine alte Handpresse.

 

 

 

Die stilisierte Spindel einer Handdruckpresse symbolisiert für die US-Post die Freiheit der Pressen und die Pressefreiheit.   nach oben

 

 

 

Die »Grafische Föderation« ist eine Vereinigung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern als Fachverband für Druck und Papierindustrie. Damit wird die traditionelle Verbindung von Prinzipalen und Pachulken dokumentiert. Eine stabile Verbindung, eine stabile Handpresse.

 

 

Eine Druckmaschine aus dem 17. Jahrhundert. 1661 ordnete König Karl XI. von Schweden an, daß von jedem Druckerzeugnis zwei Exemplare (»twÃ¥ trychte exemplar«) an die neugegründete Königliche Bibliothek in Stockholm abzuliefern seien; diese Vorschrift besteht noch heute aufgrund einer Kanzleiordnung der Vormundschaftsregierung von Karl XI. vom 22. September 1661. So kam auch das Haus Windsor zu seiner berühmten Briefmarkensammlung.                                         nach oben

 

Die Schrift auf der Briefmarke besteht aus glagolitischen Buchstaben. Es gibt von dieser Schrift zwei Schreibweisen: eine runde, die als bulgarische, und eine eckige, die als illyrische Form bezeichnet wird. Als erster Druckort im slawischen Süden ist das kleine Dorf Kosinj anzusehen. Hier soll nach einem Bericht des Senjer Bischofs Sebastianus Glavinic aus dem Jahre 1694, bereits im Jahre 1482 eine »Missale« geschrieben und 1483/84 gedruckt worden sein. Der Druck erfolgte in glagolitischer Schrift in der Druckerei des damals blühenden Paulinerklosters. Es ist der erste Druck in altkirchenslawischer Sprache. Einige Forscher schreiben Kolunci Broz diesen entscheidenden Druck zu.

 

Die Portugiesen waren die ersten Europäer, die Druckmaschinen mit sich führten und die Buchdruckerei in ihren Kolonien einführten. So kam zum Beispiel 1590 durch Portugiesen die erste Druckmaschine nach Nagasaki.                                                              nach oben

 

Zur Druckgeschichte in Polen. Als Begründer der Buchdruckerkunst in Polen gilt Johann Haller (1463 in Rothenburg ob der Tauber-1525). Zunächst war Haller Student der Universität Krakau. Dann handelte er mit Wein, Kupfer und Zinn. Nun haben Universitäten immer schon die Drucker angezogen. Haller arbeitete zuerst als Verleger von Druckwerken. Bald begann er selbst zu drucken. Seine ersten Druckerzeugnisse waren Meßbücher. Durch Privilegien, die er sich zu verschaffen wußte, schützte er sich vor Nachdruck. Er besaß Druckprivilegien für sechs Diözesen. Nebenbei druckte er Breviere für die Geistlichkeit. Dann wandte er sich dem Druck von wissenschaftlichen Büchern zu. Es handelte sich um Schriften über Astronomie, Mathematik, Philosophie und Jura. Auch druckte er königliche und kirchliche Statuten. Ein Meisterwerk der Buchdruckerkunst war das erste, bebilderte Buch, welches Haller herausgab. Es enthielt 354 Blätter mit herrlichen Holzschnitten. Haller war auch ein tüchtiger Buchhändler. Er hat 3530 Druckbogen hergestellt. Die zunehmende Konkurrenz hat dann seine Stellung geschwächt.

Der Hofbuchhändler Michael Groell (1722-1798) war auch ein tüchtiger Drucker. Er hatte Privilegien für Buchhandlung, Nachrichtenkontor und Versteigerungslokal. Er gründete die Nationaldruckerei. Dabei legte er besonderen Wert auf die Ausstattung der Drucke, gutes Papier und sorgfältige Druckarbeit. Er benutzte als Lettern die Antiqua, auch Garmond und Kursiv. 1778 brachte er das schönste polnische Buch des 18. Jahrhunderts »Die polnischen Idyllen« heraus. Dieses Buch zeichnet sich aus durch ein hübsches, äußeres Gewand, sorgfältigen Druck und war mit Vignetten und Kupferstichen geschmückt. Groell druckte Gesetze, Reden, Tagebücher, Kalender, politische Abhandlungen, Zeitschriften, schöngeistige und wissenschaftliche Literatur. Er druckte und verlegte Bücher in polnischer, deutscher, lateinischer und französischer Sprache. Groell gründete Zweigniederlassungen in Lemberg, Posen, Lublin, Luczk, Grodno und Krakau.                                               nach oben

 

Im Hintergrund eine Maschine, mit der Goofy vielleicht Krokant-Waffeln pressen,aber wohl keine Visitenkarten und Briefbögen und schon gar nicht das Mitteilungsblatt der »Internationalen Motivgruppe Papier & Druck e.V.« herstellen kann.                                                 nach oben

 

 

 

 

Diese Handpresse stammt aus der Zeit der Nachfolger von Christoph Plantin, wahrscheinlich aus dem Besitz von Jan Moretus . Die abgebildete Maschine befindet sich im Plantin-Museum in Antwerpen.

 

 

Der anglikanische Missionar William Woon brachte 1833 die Druckkunst auf die Tonga- und Fiji-Inseln, um das Wort zu verbreiten. Aus gesundheitlichen Gründen mußte Woon nach Neuseeland übersiedeln, wo er 1858 verstarb. Sein Sohn Garland, geboren 1831, grün­dete auf Neuseeland die Zeitung, »Taranaki Herald«, die älteste noch heute bestehende Zeitung in diesem Land.                         nach oben

 

 

Gutenberg, von dem kein historisch verbürgtes Bild existiert, wird in jedem Land anders und den Landessitten angepaßt, dargestellt. In Dahomey, in dem die Araber noch vor wenigen Jahrzehnten den Sklavenmarkt beherrschten, sieht der Meister deshalb nicht wie ein Mainzer Ratsherr aus, sondern erinnert an einen Schriftgelehrten aus dem Granada des 15. Jahrhunderts. Die schmalen, rundbogigen Fenster ähneln auch nicht dem allgemein bekannten Mainzer Patrizierfenster jener Zeit, sondern sind Notre Dame in Paris nachempfunden. Eine Miniatur aus dem 16. Jahrhundert diente als Vorlage für diese Briefmarke.

 

Zwei Holzpressen aus Mazedonien: Theodosija Sinaitski (siehe unter: And. Bucharbeiter) vor seiner Presse, Johannes Gutenberg vor dem Mainzer Ungetüm.

     Mazedonien 2000

 

Der älteste rumänische Druck erfolgte in Târgoviste, eingeführt von dem Mönch Makarios (Makarije), der hier 1508, 1510 und 1512 einige slawische Kirchenbücher druckte und herausgab. Nach ihm folgte der Mönche, von dem Drucksachen aus dem Jahr 1545 erhalten geblieben sind. Größere Bedeutung gewann die Buchdruckerkunst in Rumänien erst mit der Besiedlung der Deutschen im Siebenbürger Land im Zusammenhang mit der Reformation. Erste Druckereien entstanden hier in Kronstadt (1559 das erste Buch in rumänischer Sprache: ein Katechismus), in Karlsburg, Mühlbach und Broos Alle diese Druckereien bestanden jedoch nicht lange. Erst 1634 wird wieder ein Drucker erwähnt. erscheint in Bukarest die erste vollständige Bibelübersetzung in rumänischer Sprache.                                           nach oben

 

Gutenbergs Presse à la Albanien. Auch in Albanien war unter der Türkenherrschaft das Drucken in albanischer Sprache verboten.  Die Anfänge der Druckkunst der Skipetaren entwickelten sich daher außerhalb des Landes.

 

 

 

 

Gutenbergs Presse und ein Bild des Meisters.                nach oben

   Barbuda 1993

 

Nikola Karastojanov (siehe unter: And. Bucharbeiter) und eine zeittypische Holzpresse

 Bulgarien 1978   

Petru Movila, der im gesamten slawischen Raum Druckereien errichten ließ. Movila (Mogila) war der Sohn eines moldavischen Fürsten, Nach dem Tod seines Vaters, 1607, flüchtete Mogila nach Polen, da für ihn Lebensgefahr bestand. Erst 1627 wurde er zum Nachfolger seines Vaters gewählt. Im selben Jahr wurde er auch zum Priester geweiht und Abt des Klosters Pechersk in Kiew, einem Zentrum der strenggläubigen Ukrainischen Orthodoxen Kirche. Er renovierte mit eigenem Geld das Kloster und wandelte 1631 dessen Schule in eine höhere Bildungseinrichtunge um. Am 7. Juli 1636 wurde er zum Metropolit von Kiew gewählt. Wähtrend seiner Zeit als Metropolit sorgte er für die Renovierung vieler alter Kirchen (z.B. St. Sofia-Kathedrale In Kiew) und ließ eine Druckerei einrichten, in der Bibeln gedruckt wurden.

In einer der von ihm gegründeten Druckerei in Kronstadt Rumänien) erschien 1561 (nach seinem Tod) eine Übersetzung der Evangelien von Coresi.

 

Dieser argentinische Drucker sieht sich den Probeabzug für den Druck einer Briefmarke an. Von seiner hölzernen Druckpresse im Hintergrund rechts sieht man nur den obeeren Teil mit der Spindel.         nach oben

 

Die wuchtige Presse Gutenbergs, die 42zeilige Bibel und der Meister

Madagaskar 1993

Bulgarien 2000 Hinter dem gedrucktem Wort eine Holzpresse

Tschad 1984 Dürer verläßt seine Druckpresse (die in Wirklichkeit anders ausgesehen hat) und schwätzt auf der Straße mit Nürnbergern Bürgern.

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Bosnien 2000 druckt am Rand eines »Blocks« eine hölzerne Presse (Ausschnitt)

Druckmaschine aus dem 17. Jahrhundert. Das war – man sieht es – körperlich sehr schwere Arbeit.

Armenien 1994

Jersey 1990                                                          Zwei Drucker müssen schwer arbeiten, damit auf dieser alten Holzpresse  zeitungen (im Hintergrund) gedruckt werden können

Mexiko 2000                  zeigt im Zierfeld die Gutenberg-Presse auf der Expo 2000 in Hannover

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Mongolei 2000                          stellt die Entwicklung der Menschheit auch am Beispiel der der Erfindung Gutenbergs dar.