Konstruktionen
Druckmaschinen

Belgien 1988 Stanhope-Buchdruckhandpressea us dem 18.JahrhundertDiese eiserne Handpressevom Typ Stanhope(etwa 1810 gebaut) steht im»Museum van de Drukkunst«in Brüssel.

 

Portugal 1978

Georg Jakob Decker, seit 1787 preußischer »Geheimer Ober-Hofbuchdrucker«, stellte in seiner Druckerei in der Berliner Wilhelmstraße 75 , dem späteren Sitz des Außenministeriums, die erste Stanhope-Presse auf dem Kontinent auf.

Belgien 1957     Abgebildet sind auch der Journalist und Dramatiker Paul Pastur (1866-1938) und der Abgeordnete und Journalist Julius Hoste (1848-1933)

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Ekuador 1958                   Aus dem Jahr 1864 ist diese Druckmaschine,die in Quito aufgestellt wurde: Eine Albion-Presse von Cope.

Türkisch-Zypern 1989           Eine Washington-Handpresse mit der Zeitung »Saded«

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Guyana 1979                                                                    Eine eiserne Handpresse aus dem Jahr 1856; diese Maschine vom Columbia-Typ wurde 1810 entwickelt von George Clymer, einem US-amerikanischen Techniker. Eine erste Maschine dieses Typs kam 1868 nach London; besonderes Merkmal an der auf der Briefmarke abgebildeten Maschine ist der Adler auf der Gleichgewichtsstange. Die Maschine besteht vollständig aus Eisen und wurde mehrmals in Deutschland nachgebaut. Die Deutschen waren bis weit nach der Mitte des 19. Jahrhunderts dafür berühmt-berüchtigt, technische Entwicklungen anderer Länder nachzubauen (»die Taiwanesen des 19. Jahrhunderts«), so daß schließlich das »Made in England«zur Abwehr eingeführt werden mußte.                                              nach oben

Venezuela 1968                                                                 Eine eiserne Washington-Handpresse. Und Francisco de Sá de Miranda, ein portugiesischer Dichter (1485-1558), Sohn eines Klerikers, studierte Rechtswissenschaft in Coimbra und in Lissabon, reist 1521-1526 durch Italien und lernte bei dieser Gelegenheit wichtige Vertreter der Renaissance kennen. Dichtet auf seinem Landgut im Minho-Gebiet, führte den »Zehnsilber« in Portugal ein, hat viel geschrieben: Prosakomödien, Terzinen, Sestinen, Kanzonen, Sonette, Epistel, Elegien und Eklogen.

Ungarn 1948                                                                      1848 revoltieren die Ungarn gegen ihre österreich-habsburgische Herrschaft. Der Freiheitskampf wird niedergeschlagen, aber ein wenig mehr Rechte gibt‘s schon. 1867 wird – als spätes Ergebnis des 1848er Kampfes – die »Doppelmonarchie« Österreich-Ungarn ausgerufen: Erst seit diesem Zeitpunkt gibt es das berühmte »k.u.k.« Die zwölf Forderungen der ungarischen Aufständischen an die Wiener Herrschaft wurden auf einer Columbia-Handpresse gedruckt und als Flugblätter verteilt.                                                          nach oben

Jugoslawien 1997                                                                 150. Jahrestag des Versepos »Gorski Vijenac« mit damaliger DruckpresseAls die Druckkunst sich in Europa verbreitete, waren die heutigen Balkanländer noch Teil des osmanischen Reiches und unterstanden der Pforte in Istanbul. 1831 – nach der Befreiung von der Türkenherrschaft – konnte die erste Druckerei in Belgrad aufgebaut werden. Der erste Druckauftrag in serbischer Sprache war wahrscheinlich ein Plakat »Mittel gegen die Cholera«; der erste Druck waren wahrscheinlich Visitenkarten des Drucker-Setzers. Achtzig Jahre wurde in dieser Druckerei, die den Namen »Tipografia« erhielt, die »Novine Srpke« (»Serbische Zeitung«) hergestellt; später wurde es die Staatsdruckerei des sozialistischen Jugoslawiens. Auf der Briefmarke ist eine Handpresse vom Typ »Hagar« mit Doppelhebel-System und die Titelseite der erste Ausgabe dieser Zeitschrift abgebildet.                                            nach oben

Venezuela 1968                                                                 Ein 150jähriges Zeitungsjubiläum ist der Anlaß für die Veröffentlichung dieser Briefmarkemit einer alten Handpresse.Auf dieser Presse wurde der »Correo del Orinoco«, der »Kurier des Orinoco«, gedruckt.Bedenklich ist, daß in den Sumpfgebieten des Orinoco eine eiserne Presse steht,deren Schlitten durch die hohe Luftfeuchtigkeitsicherlich verzogen istund damit einen sauberen Mehrfarbendruck verhindert.

Jugoslawien 1981

Der Dichter Petar Petrovic Njegoš II. (1813-1851) war der letzte Fürstbischof  von Monte Negro, der mit großem Verstand als Dichter inspiriert wurde durch die Gedanken seiner Bürger und der religiösen Tradition. Er war gut vertraut mit den griechischen Tragödie, mit den Werken von Dante, Milton, La Martin und anderen großen Dichtern. Er schrieb 1846 »Gorski Vijenac« in Cetinje, und 1847 wurde es in Wien veröffentlicht. Seit dem wurde »Gorski Vijenac« mehr als achtzigmal in serbischer Sprache neu aufgelegt. Übersetzungen in deutsch, russisch und italienisch erfolgten mehrmals. »Gorski Vijenac« zählt zu den größten Werken der slawischen Literatur.

»Gorski Vijenac« trug wesentlich zur Reform der serbischen Schriftsprache bei und zeigt, daß die größten künstlerischen und philosophischen Gedanken in einer einfachen, verständlichen Sprache geschrieben werden können. Das Epos »Gorski Vijenac« stellt das außergewöhnliche Streben eines Menschen nach Freiheit und Gerechtigkeit dar und seinen Willen zum Überleben unter den härtesten Bedingungen. Es beschreibt das Erwachen des nationalen Bewußtseins von Serben und Montenegrinern. Die Herausgabe dieser Briefmarke gerade jetzt appelliert an die »Verpflichtung« der heutigen Serben, sich in einer »feindlichen« Umgebung gegen Bosnier, Albaner, Kroaten, Mazedonier und dem Rest der Welt zu behaupten, wie es Mitte des letzten Jahrhunderts schon einmal geschah. Diese Briefmarke ist Mittel der politischen Propaganda.

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