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Belgien 1957
Abgebildet sind auch der Journalist und Dramatiker Paul Pastur (1866-1938) und der Abgeordnete und Journalist Julius Hoste (1848-1933)
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Türkisch-Zypern 1989 Eine Washington-Handpresse mit der Zeitung »Saded«
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Guyana 1979
Eine eiserne Handpresse aus dem Jahr 1856; diese Maschine vom Columbia-Typ wurde
1810 entwickelt von George Clymer, einem US-amerikanischen Techniker. Eine erste Maschine dieses Typs kam 1868 nach London; besonderes Merkmal an der auf der Briefmarke abgebildeten Maschine ist der
Adler auf der Gleichgewichtsstange. Die Maschine besteht vollständig aus Eisen und wurde mehrmals in Deutschland nachgebaut. Die Deutschen waren bis weit nach der Mitte des 19. Jahrhunderts dafür
berühmt-berüchtigt, technische Entwicklungen anderer Länder nachzubauen (»die Taiwanesen des 19. Jahrhunderts«), so daß schließlich das »Made in England«zur Abwehr
eingeführt werden mußte. nach oben
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Venezuela 1968
Eine eiserne Washington-Handpresse. Und Francisco de Sá de Miranda, ein portugiesischer
Dichter (1485-1558), Sohn eines Klerikers, studierte Rechtswissenschaft in Coimbra und in Lissabon, reist 1521-1526 durch Italien und lernte bei dieser Gelegenheit wichtige Vertreter der Renaissance
kennen. Dichtet auf seinem Landgut im Minho-Gebiet, führte den »Zehnsilber« in Portugal ein, hat viel geschrieben: Prosakomödien, Terzinen, Sestinen, Kanzonen, Sonette, Epistel, Elegien und Eklogen.
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Ungarn 1948
1848 revoltieren die Ungarn gegen ihre österreich-habsburgische Herrschaft.
Der Freiheitskampf wird niedergeschlagen, aber ein wenig mehr Rechte gibt‘s schon. 1867 wird – als spätes Ergebnis des 1848er Kampfes – die »Doppelmonarchie« Österreich-Ungarn ausgerufen: Erst seit
diesem Zeitpunkt gibt es das berühmte »k.u.k.« Die zwölf Forderungen der ungarischen Aufständischen an die Wiener Herrschaft wurden auf einer Columbia-Handpresse gedruckt und als Flugblätter
verteilt.
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Jugoslawien 1997
150. Jahrestag des Versepos »Gorski Vijenac«
mit damaliger DruckpresseAls die Druckkunst sich in Europa verbreitete, waren die heutigen Balkanländer noch Teil des osmanischen Reiches und unterstanden der Pforte in Istanbul. 1831 – nach der Befreiung von der Türkenherrschaft – konnte die erste Druckerei in Belgrad aufgebaut werden. Der erste Druckauftrag in serbischer Sprache war wahrscheinlich ein Plakat »Mittel gegen die Cholera«; der erste Druck waren wahrscheinlich Visitenkarten des Drucker-Setzers. Achtzig Jahre wurde in dieser Druckerei, die den Namen »Tipografia« erhielt, die »Novine Srpke« (»Serbische Zeitung«) hergestellt; später wurde es die Staatsdruckerei des sozialistischen Jugoslawiens. Auf der Briefmarke ist eine Handpresse vom Typ »Hagar« mit Doppelhebel-System und die Titelseite der erste Ausgabe dieser Zeitschrift abgebildet. nach oben
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Venezuela 1968
Ein 150jähriges Zeitungsjubiläum ist der Anlaß für die Veröffentlichung dieser Briefmarkemit einer alten Handpresse.Auf dieser Presse wurde der »Correo del Orinoco«, der »Kurier des Orinoco«,
gedruckt.Bedenklich ist, daß in den Sumpfgebieten des Orinoco eine eiserne Presse steht,deren Schlitten durch die hohe Luftfeuchtigkeitsicherlich verzogen istund damit einen sauberen Mehrfarbendruck
verhindert.
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Der Dichter Petar Petrovic Njegoš II.
(1813-1851) war der letzte Fürstbischof von Monte Negro, der mit großem Verstand als Dichter inspiriert wurde durch die Gedanken seiner Bürger und der religiösen Tradition. Er war gut vertraut mit den griechischen Tragödie, mit den Werken von Dante, Milton, La Martin und anderen großen Dichtern. Er schrieb 1846 »Gorski Vijenac« in Cetinje, und 1847 wurde es in Wien veröffentlicht. Seit dem wurde »Gorski Vijenac« mehr als achtzigmal in serbischer Sprache neu aufgelegt. Übersetzungen in deutsch, russisch und italienisch erfolgten mehrmals. »Gorski Vijenac« zählt zu den größten Werken der slawischen Literatur.
»Gorski Vijenac« trug wesentlich zur Reform der serbischen Schriftsprache bei und zeigt, daß die größten künstlerischen und
philosophischen Gedanken in einer einfachen, verständlichen Sprache geschrieben werden können. Das Epos »Gorski Vijenac« stellt das außergewöhnliche Streben eines Menschen nach Freiheit und Gerechtigkeit
dar und seinen Willen zum Überleben unter den härtesten Bedingungen. Es beschreibt das Erwachen des nationalen Bewußtseins von Serben und Montenegrinern. Die Herausgabe dieser Briefmarke gerade jetzt
appelliert an die »Verpflichtung« der heutigen Serben, sich in einer »feindlichen« Umgebung
gegen Bosnier, Albaner, Kroaten, Mazedonier und dem Rest der Welt zu behaupten, wie es Mitte des letzten Jahrhunderts schon einmal geschah. Diese Briefmarke ist Mittel der politischen Propaganda.
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